Mi.. Feb. 18th, 2026

Eine vergleichsweise kleine Berührung reichte, um ein größeres Ausmaß an Folgen auszulösen.

Ein Lkw-Fahrer wollte kurz vor 11:00 Uhr auf dem Gelände eines Getränkehandels am Kupferhammer an einem anderen Lastwagen vorbeifahren und ist dabei aus Versehen mit seinem Kraftstofftank gegen eine kleine Betonmauer gefahren. Die Berührung reichte aus, um den Dieseltank aufzureißen, innerhalb von wenigen Minuten waren große Mengen an Kraftstoff ausgelaufen.

Ungünstigerweise befand sich unmittelbar neben dem verunfallten Lastwagen ein Abfluss, sodass dieser ungehindert in den Abfluss fließen konnte. Bedauerlicherweise mündete dieser Abfluss in die Würm, sodass der Kraftstoff in den Fluss gelangte. Nur wenige hundert Meter flussabwärts mündet die Würm in die Nagold, sodass der Kraftstoff auch in die Nagold geschwommen ist. Weiter mit der Strömung bewegte sich der Diesel in Richtung der Stadtmitte und landete anschließend in der Enz.
So war der Ölfilm auch hinter dem Stadttheater im Bereich Waisenhausplatz zu sehen.

Auch gegenüber dem Helios-Klinikum haben Passanten einen Ölfilm auf der Wasseroberfläche entdeckt.

Für die Feuerwehr startete ein größerer Einsatz. Mehrere Ölsperren mussten eingerichtet werden. Die erste gleich im kleinen Kanal der Würm, nur wenige Meter von der Unfallstelle entfernt, die zweite Sperre wurde im Stadtgarten hinter dem Kulturhaus Kupferdächle installiert, offenbar auch im Enzauenpark hinter dem Heizkraftwerk sowie im Bereich Niefern-Öschelbronn.

Für diese größere Aktion waren die Kräfte der Berufsfeuerwehr nicht ausreichend, die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehren Dillweißenstein, Brötzingen-Weststadt, Haidach und Niefern-Öschelbronn unterstützten deshalb die Berufsfeuerwehr.

Zeitgleich mit der Installation der Ölsperren wurde auch an der Unfallstelle gearbeitet. Damit kein weiterer Kraftstoff in den Abfluss gelangt, wurde die Unfallstelle großflächig mit Bindemittel abgestreut. Zudem wurden aus dem Kraftstofftank des verunfallten Lastwagens die Reste des Diesels ausgepumpt. Ein Spezialfahrzeug wurde angefordert, um gegebenenfalls Diesel aus dem Abfluss zu pumpen.

Eine Fachfirma kümmerte sich um die Reinigung des kleinen Abschnitts des Würmkanals.

Die Ölsperren bleiben bis morgen eingerichtet, um so viel Diesel aufzunehmen, wie es nur geht. Danach werden weitere Maßnahmen erfolgen. Das Umweltamt wurde eingeschaltet und war ebenfalls vor Ort.

Der Lkw wurde abgeschleppt. Wie viel Diesel in die Umwelt gelangt ist, war bis zum heutigen Abend nicht bekannt.

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